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Flughafen Mönchengladbach attraktiver gestalten

30.11.2011
Die Vorsitzende, Ruth Witteler-Koch, moderierte die erste Talkrunde mit Piloten und am Flughafen angesiedelten Unternehmen. V.r.n.li. Rolf Zimmermann, stellvertr. Vorsitzender, Franz-Josef Kames, Geschäftsführer Flughafen GmbH MG, Witteler-Koch, Dr. Thomas Schultz, stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister Wolfgang Wegener.

Die Vorsitzende, Ruth Witteler-Koch, moderierte die erste Talkrunde mit Piloten und am Flughafen angesiedelten Unternehmen. V.r.n.li. Rolf Zimmermann, stellvertr. Vorsitzender, Franz-Josef Kames, Geschäftsführer Flughafen GmbH MG, Witteler-Koch, Dr. Thomas Schultz, stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister Wolfgang Wegener.

Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung des Fördervereins Flughafen Mönchengladbach e.V. zu einem ersten offenen Meinungsaustausch in das Restaurant im Terminal des Flughafens MG. Der Verein hatte vor allem Piloten und am Flughafen ansässige Unternehmer sowie die Mitglieder des Fördervereins eingeladen, zusammen mit Vereinsmitgliedern und der Geschäftsführung des Flughafens Ideen zu entwickeln und attraktivitätssteigernde Maßnahmen zu diskutieren. 

„Dieser Veranstaltung ist ein Workshop mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung des Flughafen Düsseldorf vorausgegangen, dessen Ergebnis eine klare Zielsetzung für die Gesellschafter und die Geschäftsführung nach sich zieht“, betonte die Vorsitzende des Fördervereins, Ruth Witteler-Koch, in ihrer Begrüßung. „Gemeinsam mit den sogenannten Betroffenen am Platz wolle man Maßnahmen entwickeln und zusammen mit Düsseldorf am Verkehrslandeplatz in Mönchengladbach etablieren“.

Franz-Josef Kames, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH, informierte über die aktuelle Situation des Flughafens: Der Flughafen Mönchengladbach ist unverändert der bedeutendste Platz der General Aviation in NRW, im bundesweiten Vergleich liegt er hinter Frankfurt-Egelsbach auf Platz zwei. Die Flugbewegungszahlen sind positiv (rund 45.000 in diesem Jahr), der Flugzeugbestand bewegt sich wieder in die Richtung der 200er-Marke. Es liegt eine Garantie für die Fortführung des Instrumentenflugbetriebes vor. Die maximalen Betriebszeiten bestehen weiterhin täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr. 

Kames blickt positiv in die Zukunft: Mönchengladbach wird weiterhin ein Business Airport bleiben und wie bisher auch weiterhin eine Entlastungsfunktion für Düsseldorf übernehmen, wird sich aber auch neue Felder erschließen, etwa als Eventlocation.

Im Anschluss ergab sich eine rege Diskussion über Möglichkeiten zur Veränderung und Attraktivitätssteigerung des Flughafens. Anwesende Piloten beschrieben den Flugplatz als ideal für ihre Ansprüche und zeigten ein großes Interesse daran, dass in Mönchengladbach auch weiterhin die „überzeugend leisen“ Ultraleichtflieger starten und landen können. Sie nutzen die Gelegenheit der offenen Runde aber auch, um Dinge anzusprechen, die verbessert werden könnten, etwa was die PPR-Entgelte und Serviceangebote vor Ort betrifft. Kames nahm die Anregungen dankbar an, verwies aber auch auf die Grenzen durch die Vorgaben des Düsseldorfer Mehrheitsgesellschafters. 

Als weitere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung diskutierte die Runde die Möglichkeit der Kooperation mit vergleichbaren Landeplätzen oder die Idee eines Oldtimer-Flugtages in Mönchengladbach. Weitere Ideen sind Flugzeug-Bastel-Wettbewerbe an Schulen sowie ein Wettbewerb für Architekturstudenten, die ihre Visionen des Flughafens darstellen können. Es ist zudem geplant, die erfolgreichen Flughafenführungen auch im nächsten Jahr wieder anzubieten.

Witteler-Koch zeigt sich zufrieden mit der ersten Veranstaltung dieser Art: „Wir haben uns sehr offen ausgetauscht und interessante Ansätze diskutiert. Unser nächster Talk ist für das kommende Frühjahr angesetzt und wird sich dem Thema Flugsicherung widmen.“

Bei allen Zukunftsvisionen ist es der Vorsitzenden aber auch wichtig, die Erinnerung an die Vergangenheit aufrecht zu erhalten: „1983 ist Mönchengladbach zum beliebtesten Flugplatz Deutschlands gewählt worden. Dies sollte für uns genug Motivation sein, um die Attraktivität unseres Flughafens für Fliegerfreunde, Unternehmer und insbesondere auch für die Mönchengladbacher weiter zu steigern.“