Aktuelles

Aktivitäten des Fördervereins

05.06.2003

'Die Aktivitäten des Fördervereins laufen an. Nach ersten organisatorischen Notwendigkeiten konnten wir die für den Flughafen ersten wichtigen Gespräche mit der Politik auf Landes- und kommunaler Ebene führen,' erläuterte der Vorsitzende des Fördervereins für den Mönchengladbacher Flughafen, Markus Römmen in seinem Rechenschaftsbericht auf der ersten Mitgliederversammlung nach der Gründung.

Vor gut 100 Zuhörern im bis zum letzten Platz besetzen Restaurant Stockheim im Terminal präsentierte Hausherr Hans-Joachim Peters, Vorstandsmitglied in der Düsseldorfer Flughafen GmbH und damit auch Mitglied des Vorstands in MG seine Visionen für den Regionalflughafen Mönchengladbach: \'Für mich ist ein Flughafen der Katalysator für die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts.\'.

Sowohl im Bericht des Vorstands als auch im Referat von Hans-Joachim Peters spielte die Umsetzung des Planfeststellungsverfahrens eine wichtige Rolle. Die Verlängerung der Landesbahn auf 2000 Meter – möglichst sogar auf 2400 Meter – sei die Voraussetzung dafür, dass sich die Flughafen MG GmbH auf Dauer 'selbst trage'.

Der Flughafen als Wirtschaftsfaktor für die Stadt Mönchengladbach könne mit dieser Perspektive nicht nur Anziehungspunkt für weitere Airlines sein, sondern auch für die Ansiedlung weiterer Unternehmen. Peters verwies in diesem Zusammenhang auf die vorliegenden Untersuchungsergebnisse des Luftverkehrs: Bei einem Passagieraufkommen von 500.000 ist mit 500 weiteren Arbeitsplätzen direkt am Flughafen zu rechnen – bei einem Aufkommen von einer Million gar mit 1000. Hinzu kommen sowohl weitere Arbeitsplätze im Umfeld als auch durch die Ansiedlung neuer Unternehmen weitere Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt.

Peters betonte die Wichtigkeit des Fördervereins für diesen Flughafen. Der Förderverein müsse die Gruppe der schweigende Mehrheit vertreten, um einzelnen aber stark in der Öffentlichkeit auftretenden Kritikern sachliche Informationen und Engagement entgegen halten zu können.

Ganz offen sprach Peters auch die mit der Präsentation des NRW-Luftverkehrs- Konzepts 2010 verbundene Irritation an: 'Natürlich muss ein Gutachten die mögliche ‚Kollision’ zwischen den Flughäfen Düsseldorf und Mönchengladbach analysieren'. Hier gehe es um die mögliche Überschneidung der Kontrollzonen. Peters weiter: 'Wenn man will, ist aber jedes Problem lösbar.'

Natürlich wolle er den Luftverkehr in Düsseldorf halten, so Peters in seinem visionären Referat, doch optional solle selbstverständlich auch Mönchengladbach ausgebaut werden. Dass die Rechnung aufgeht, zeigte erst jetzt kürzlich das Passagieraufkommen am Regionalflughafen in Dortmund. Ein 40 prozentiger Zuwachs sei allein in der ersten drei Monaten dieses Jahres registriert worden. Stagnation dagegen in Düsseldorf (nur + o,1 %) und rückläufige Zahlen in Köln (./. 5 %). Sicherlich vor allem in Düsseldorf bedingt durch die dort wegen des Umbaus beeinträchtige Gesamtkonstellation. Die Wettbewerbssituation durch Köln und Dortmund insbesondere machten dem Düsseldorfer Flughafen natürlich auch zu schaffen.

Eine Alternative zu Düsseldorf könne Mönchengladbach für viele kleinere Airlines aber erst mit einer verlängerten Landebahn für die verstärkt eingesetzten Jets sein.

Die Gesellschafter in Düsseldorf seien bereit, Mönchengladbach mit Perspektive zu sehen. Alles hänge nun vom Planfeststellungsverfahren ab, ob und in welchem Zeitrahmen eine verlängerte Landebahn zu realisieren sei. Eine Aufgabe des Flughafens sei nicht mehr im Gespräch wegen der nicht zu verantwortenden Kosten, die mit der Auflösung nicht nur seitens des Unternehmens Flughafen und für die dort angesiedelten Unternehmen entstehen, sondern auch aufgrund der geleisteten Investitionen seitens der öffentlichen Hand.

Peters appellierte an den Förderverein, sich auf allen Ebenen für die Regionalflughafen stark zu machen und forderte die Politik auf, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Umgestaltung des Verkehrslandeplatzes möglichst schnell anzugehen.

Im anschließenden Kurzstatement zum Planfeststellungsverfahren erläuterte ein Mitarbeiter des Büros 'Spiekermann Ingenieure' die aufwändigen Voruntersuchungen und Mechanismen des Verfahrens. 'Eine sachliche und gut fundierte Veranstaltung, zu der der Förderverein gerne auch die Kritiker einbezogen hätte, um sie vielleicht zu überzeugen,' kommentierte Römmen die erste Mitgliederversammlung des Fördervereins. Die Mitglieder entlasteten den Vorstand des Fördervereins bei dessen Enthaltung. Der Förderverein war im April 2000 von 14 namhaften Mönchengladbacher Firmen gegründet worden. Heute zählt der Verein mehr als 70 Mitglieder. (Info: www.pro-airport-mg.de)

Ansprechpartner: David Bongartz Telefon: 02161/823799