









Im Vorfeld der Bundestagswahlen 2002 hat der Förderverein Flughafen Mönchengladbach am 9.9.02 eine öffentliche Diskussion mit den Bundestagskandidaten der Region zur zukünftigen Entwicklung des Flughafens Düsseldorf/Mönchengladbach geführt.
Der öffentlichen Einladung folgten über 100 Mitglieder und Gäste; die lebhaft und engagiert geführte Diskussion wurde moderiert von den Fördervereinsvorstandsmitgliedern Hans-Wilhelm Laumanns und Rolf Zimmermann.
Der Flughafen sei eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für die Zukunftsfähigkeit der Region, so der Gesamttenor der Veranstaltung. Die Parteien hatten ins Rennen geschickt: Hildegard Wester, Walter Schöler (beide SPD), Günter Krings (CDU), Willi Schmitz, Irene Wistuba, Rudolf Wolf, Otto Fricke (alle FDP) sowie Jo Schroers und Wolfgang Houben (beide Bündnis 90 / Die Grünen).
Die Kandidaten von SPD, CDU und FDP betonten gemeinsam, daß der Flughafen bereits heute ein wichtiger regionaler Standortfaktor sei und für den Erfolg der Wirtschaft der Region unverzichtbar sei. Zugleich sprachen sie sich für einen zügigen Ausbau des Airports aus. Die geplante Flughafenentwicklung biete das Potential für zahlreiche neue Arbeitsplätze in der Region. Dabei verwiesen einige Poltiiker auch auf eine kürzlich veröffentlichten Studie der Hochschule Niederrhein, der zufolge bereits heute über 400 Vollzeitarbeitsplätze mit dem Flughafen direkt verbunden seien. Vertreter von Bündnis 90 / Die Grünen sahen dagegen den Flughafenausbau kritisch.
Günter Krings von der Mönchengladbacher CDU betonte, daß eine Kooperation zwischen den Flughäfen Düsseldorf und Mönchengladbach den Weg in die Zukunft ebne. Walter Schöler, Mitglied des Bundestages für die SPD aus Viersen bezeichnete den Airport in Mönchengladbach dabei als „dritte Landebahn von Düsseldorf“. Hildegard Wester (MdB, SPD Mönchengladbach), Willi Schmitz (FDP, Mönchengladbach), Irene Wistuba (FDP, Krefeld) und Rudolf Wolf (FDP, Neuss) unterstrichen die große Bedeutung des Flughafens für die regionale Wirtschaft. In diesem Zusammenhang verwies Otto Fricke (FDP, Krefeld) auf die Rolle des Flughafens im Wettbewerb zu anderen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen und dem benachbarten Ausland.
Alle Kandidaten waren sich einig, daß die Interessen der Menschen im unmittelbaren Umfeld des Flughafens bei der weiteren Entwicklung des Airports angemessen zu berücksichtigen seien und wirtschaftlichen Interessen nicht nachstehen dürften.
Aus den Reihen von Bündnis 90 / Die Grünen, vertreten von Jo Schroers (Bündnis 90 / Die Grünen, Mönchengladbach) und Wolfgang Houben (Bündnis 90 / Die Grünen, Korschenbroich) ertönten dagegen eher kritische Worte. Die schädlichen Einflüsse auf Umwelt und Lebensqualität würden gegenüber wirtschaftlichen Vorteilen überwiegen.
Insgesamt kann der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Hans–Günter Zerbe, der die Notwendigkeit eines Flughafenausbaus unterstrich, optimistisch in die Zukunft blicken. Der Förderverein Flughafen Mönchengladbach sieht aufgrund der breiten regionalen politischen Zustimmung für die weitere Entwicklung des Flughafens eine gute Basis für die weitere Zukunft des Airports.