









Ausgebauter Flughafen schafft neue Arbeitsplätze und setzt positive regionalwirtschaftliche Impulse für den Strukturwandel der Wirtschaft
pmg. Der Rat der Stadt Mönchengladbach setzt sich nachdrücklich für die geplante Erweiterung des Mönchengladbacher Flughafens ein. In einer entsprechenden Resolution, den der Rat in gestriger Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen hat, appeliert er an die stimmberechtigten Mitglieder des Regionalrates, ihre Zustimmung zum so genannten Aufstellungsbeschluss der 17. GEP-Änderung zu erteilen. Die Änderung soll in der Sitzung des Regionalrates am Donnerstag, 29. September, an der auch Oberbürgermeister Norbert Bude teilnehmen wird, abschließend beraten werden.
Im Wortlaut heißt es in der Resolution: \'Mit der Schaffung einer neuen Flughafeninfrastruktur am Standort Mönchengladbach werden die Voraussetzungen geschaffen, dass der Wachstumsbranche Luftverkehr eine langfristig sichere Basis in der Region neben dem Flughafen Düsseldorf-International angeboten werden kann. Diesbezüglich prognostizieren ICAO/CAEP (International Civil Aviation Organisation/Committee on Aviation Enviromental Proteotion) eine Verdoppelung der Luftverkehrsleistung in den nächsten 15 bzw. die Luftfahrtindustrie ein weiteres langfristiges Wachstum der Luftverkehrsleistung mit einer Verdreifachung innerhalb von 20 Jahren. Die Partizipation an dieser Entwicklung durch die Region und die Stadt Mönchengladbach wird jedoch nur mit einer leistungsfähigen Start- und Landebahn von 2.400 m Länge gelingen. Nur so wird es möglich sein, ein attraktives Linienangebot aufzubauen und neue Fluggesellschaften zu etablieren. Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein kann erst ein ausgebauter Flughafen Mönchengladbach positive regionalwirtschaftliche Impulse für den Strukturwandel der Wirtschaft vollständig entwickeln. Die nationale und internationale Standortkonkurrenz nimmt zu; durch den Flughafen als Standortfaktor wird die Attraktivität der Region für Gewerbeansiedlungen gesteigert.
In diesem Zusammenhang wird in einem ausgebauten Flughafen eine große Chance speziell für die direkte Schaffung neuer Arbeitsplätze durch den Flughafenbetrieb, aber auch mittelbar durch die Ansiedlung neuer Unternehmen im Umfeld des Flughafens gesehen. Durch die Vorleistungs- und Investitionsgüternachfrage der Unternehmen werden weitere indirekte Arbeitsplätze geschaffen.
Mit dem Ausbau des Verkehrslandeplatzes Mönchengladbach wird zugleich die Entwicklung des Flughafens Düsseldorf-International unterstützt, dies einerseits durch Entlastung insbesondere zu Zeiten mit Kapazitätsengpässen in besonderen verkehrsreichen Zeiten und andererseits durch Arbeitsteilung mit Optimierungsmöglichkeiten der Verkehrsabwicklung. Infolge dieser die Kooperationsmöglichkeiten wären die Voraussetzungen für ein leistungsfähiges und den Herausforderungen der Zukunft gewachsenes Flughafensystem Düsseldorf/Mönchengladbach gegeben.
Die aufgezeigten Aspekte verdeutlichen die Chancen und Entwicklungspotentiale, die mit dem Ausbau des Verkehrslandeplatzes generiert werden können. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass sich die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein bereits im Jahr 2003 in einer Resolution zu dieser aus Sicht der Wirtschaft überaus wichtigen Infrastrukturmaßnahme bekannt hat. Die 1. Änderung des Gebietsentwicklungsplanes befasste sich mit der Umwandlung des Militärflughafens Weeze-Laarbruch zum . Dadurch wurde die zivile Nutzung des Flughafens Weeze ermöglicht. Die Stadt Mönchengladbach hat sich seinerzeit dieser Änderung nicht entgegengestellt, um eine weitere wirtschaftliche Entwicklung in dem betroffenen Bereich zu ermöglichen. Die Stadt Mönchengladbach erwartet nunmehr, dass sich die kommunalen Nachbarn den wirtschaftlichen Chancen, die sich aus dem Ausbau des Verkehrslandeplatzes für unsere Stadt und die gesamte Region ergeben, nicht verschließen und der 17. Änderung des GEP zustimmen'. Oberbürgermeister Norbert Bude versendet die Resolution jetzt an die Mitglieder des Regionalrates, die IHK, den Flughafen Mönchengladbach und den Flughafen-Förderverein.