









In einer ersten Stellungnahme erklärte Witteler-Koch, sich mit dem Vorstand für eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern ebenso einzusetzen, wie für eine Verbesserung des Bekanntheitsgrades des Flughafens MG über den „Tellerrand“ hinaus. Mit der Aussicht auf eine engere Zusammenarbeit mit dem Flughafen Düsseldorf erhofft sich die neue Vorsitzende auch die Genehmigung für eine zwar gegenüber früheren Forderungen abgespeckte aber doch verlängerte Landebahn auf 1850 m. „Mit einer solchen Länge haben wir berechtigte Aussichten, den Geschäftsreiseverkehr von Düsseldorf nach Mönchengladbach zu holen“, so die engagierte Vereinsvorsitzende. Hinzu käme aber auch noch der wirtschaftliche Aspekt für Düsseldorf: der dort mit zwei Slots pro Stunde verpflichtend anzubietende Geschäftsreiseverkehr könnte dann für andere Airlines und größere Maschinen genutzt werden. Sie sei sich aber auch darüber im Klaren, dass jetzt andere Zielgruppen erschlossen werden müssten als dies bisher mit der breiten Öffentlichkeit für Charterflüge von MG aus der Fall gewesen sei. Davon unbenommen seien die wieder erwarteten Flüge von MG beispielsweise nach Usedom.
Zu Gast war der Verein bei der NVV, dem Mitgesellschafter des Flughafens Mönchengladbach. Friedhelm Kirchhartz, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Flughafen GmbH, in Personalunion Vorsitzender der Geschäftsführung der NVV und damit auch Vertreter eines Gesellschafters, machte in seinem Sachstandsbericht sehr deutlich, dass sich die Stimmung in Düsseldorf in den letzten Monaten sehr zum Positiven gewandelt habe. Er sei durchaus optimistisch, zusammen mit Düsseldorf Lösungen für einen moderaten Ausbau von MG zu finden, um hier den Geschäftsreiseverkehr starten und landen lassen zu können. Für Düsseldorf wäre diese Entscheidung auch wirtschaftlich sinnvoll. Hinzu komme ein wichtiger Faktor, nämlich die Ansiedlung weiterer Werften für die Reparatur und turnusgemäßen Wartungen von Flugzeugen. All dies im Verbund verspreche weitere Arbeitsplätze, aber auch durch die Multiplikatorenwirkung mehr Interesse an einem Business Airport, der international in Ergänzung zu Düsseldorf seinen Stellenwert und damit auch seine Rentabilität erarbeiten könne. Kirchhartz machte in seinem Vortrag deutlich, dass es gut sei, mit dem Förderverein einen Partner zu haben, mit dem für die gemeinsame Sache „Flughafen MG“ gekämpft werden kann.
Der neue (teils alte) Vorstand begrüßte diese Informationen und hofft auf weitere positive Signale aus Düsseldorf nach Vorliegen der Gutachten, die die Basis für weitere Beschlüsse sein werden. Dem langjährigen Vorsitzenden, Christian Stattrop, dankte Witteler-Koch für sein großes Engagement und Durchhaltevermögen in der nicht leichten Zeit mit Planfeststellungsverfahren, Anhörungen und harten Debatten mit Flughafengegnern.
Möglichst umgehend will sich der Vorstand auch in seiner Außendarstellung den Gegebenheiten anpassen und mit einem neuen Konzept für den Ausbau werben, wenn es in Düsseldorf für MG heißt: „Ready for take off“ mit leisen, leistungsfähigen, modernen Maschinen für den Geschäftsreiseverkehr.
Mönchengladbach, 26. November 2008
Kontakt:<br/> Förderverein Flughafen Mönchengladbach e.V.<br/> Ruth Witteler-Koch<br/> Telefon: 02161/82384-22, Fax: -23<br/> info@pro-airport-mg.de<br/>