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Förderverein Flughafen zum Boykott der Düsseldorfer: Wir geben nicht auf! Manipulation und Verschwendung öffentlicher Mittel angeprangert

22.12.2009

 

Mit Wut im Bauch – auch noch nach Tagen – nimmt Ruth Witteler-Koch, die Vorsitzende des Fördervereins für den Ausbau des Flughafens in Mönchengladbach, die Entscheidung der Düsseldorfer „erst einmal“ zur Kenntnis. Aus ihrer Sicht sind im Grunde alle Unternehmen am Flughafen, die Unternehmerschaft der gesamten Region, die Arbeitnehmer und letztendlich Stadtspitze und Rat an der Nase herumgeführt worden. Was hier durch die Mehrheitsgesellschafter in Düsseldorf an Possen in den letzten Jahren zur Aufführung kam, ist kaum zu überbieten.

An die Pro- und dann wieder Contra-Aktivitäten des leider viel zu früh verstorbenen Oberbürgermeisters Erwin hatten wir uns wegen seiner Verabredungen mit HOCHTIEF gewöhnen müssen. Sachfragen waren zu klären, die seinerzeit durch vorgelegte Gutachten für einen Ausbau des Mönchengladbacher Flughafens sprachen. Kostspielige Planfeststellungs-verfahren waren – wie hinterher festgestellt werden musste - ein abgekartetes Spiel, denn längst hatten sich die Düsseldorfer Gesellschafter schon gegen den weiteren Ausbau positioniert. Einen kleinen Happen erhielten die Gladbacher mit dem einmütigen Beschluss der Gesellschafterversammlung, einen Business Airport und damit eine abgespeckte Fassung zu etablieren. Einziger noch zu klärender Punkt – zumindest vor einem Jahr – die Finanzierungsfrage.

Düsseldorf spielt mit MG und die Stadtväter und –mütter schauen zu. Jetzt sogar zucken sie mit den Schultern und ergeben sich dieser Situation. Wo sind die Kämpfer für ein zukunftsorientiertes MG? Wo sind die Verfechter einer guten Infrastruktur unter Einschluss des Flughafens?

Wo bleibt der Aufschrei jetzt nach Vorlage eines Gutachtens, das ganz offensichtlich der Meinung der Düsseldorfer auf den Leib geschrieben ist? Warum keine Proteste gegen Aussagen, die vor Jahren im ersten Gutachten konkret als Problemfälle ausgeschlossen worden waren! Schauen wir auf andere Städte, schauen wir auf London mit mehreren Flughäfen, die die Konstellation mehrerer Kontrollzonen hervorragend gelöst haben. Warum soll das in Düsseldorf und Mönchengladbach nicht möglich sein?

Aber wenn jemand nicht will, fallen ihm natürlich viele Gründe ein, um etwas zu verhindern. Wir vom Förderverein fragen uns nur, was macht Düsseldorf, wenn sich die Wirtschaft wieder erholt, das Passagieraufkommen wieder zunimmt und für Düsseldorf keine weitere Start- und Landebahn genehmigt werden kann? Sind dann die Gladbacher doch wieder gefragt? Ist das der Grund dafür, dass die Düsseldorfer nicht aussteigen?

Unser Appell richtet sich an die Verantwortlichen dieser Stadt, an die Politik und an die Unternehmerschaft, sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln für eine machbare Lösung einzusetzen. Es kann einfach nicht sein, dass Geschäftsreiseverkehr den Linienflugverkehr von Düsseldorf in dieser Weise beeinträchtigen kann. „Merkwürdig“, denn zu Zeiten von Air Berlin und anderen in MG gab es auch keine solchen Probleme. Aber wenn man nicht will…

Wenn die Kontrollzone das Problem sein soll, werden für MG auch keine anderen Investoren interessant sein. Denn dann werden sich die Düsseldorfer über das von ihnen bestellte Gutachten jederzeit auf die „Nichtmachbarkeit-Position“ zurückziehen. Auf die von Geschäftsführer Christoph Blume avisierten weiteren Schritte darf man gespannt sein. In den angekündigten Gesprächen müssen Stadt und die Unternehmerschaft der Region ihre Position offensiv zu vertreten haben.

Mönchengladbach, 22. Dezember 2009

Kontakt:

Förderverein Flughafen Mönchengladbach e.V.

Ruth Witteler-Koch

Telefon: 02161/82384-22, Fax: -23

info@pro-airport-mg.de