









Initiative pro Flughafen war zu Gast in Düsseldorf beim Mehrheitsgesellschafter
Zwei Drittel der ordentlichen Mitglieder des Fördervereins für den Flughafen in MG waren der Einladung des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen GmbH, Christoph Blume, nach Düsseldorf gefolgt. Auf Initiative des Fördervereins hatte sich Blume bereit erklärt, nicht nur die Position des internationalen Flughafens in der Region zu erläutern, sondern auch den Stellenwert im Vergleich zu den Großen wie Frankfurt (Platz 1) und München (Platz 2). Und natürlich auch auf das Verhältnis zum Flughafen in MG.
Mit großem Interesse verfolgten die Mönchengladbacher Unternehmens- und Verbandsvertreter die Erläuterungen zum Wachstum, zur Zukunftsperspektive und zur Einschätzung der Geschäftsführung bezüglich der mittel- und langfristigen Chancen als Drehkreuz im weiter expandierenden Fluggeschäft. Passagierzahlen sind gestiegen, der Umsatz ebenso beachtlich, zeigt er doch die Entwicklungsmöglichkeiten des Düsseldorfer Airports, aber auch im Konsumangebot der Ladenpassagen und der vielfältigen Unternehmen, die in erster oder zweiter Linie als Zulieferanten arbeiten und den Umsatz mit gestalten.
Düsseldorf hat sich entschieden – so Blume – Mönchengladbach bis 2020 weiter zu finanzieren. Das Instrumentenlandesystem – wichtige Voraussetzung sowohl für den Werftbetrieb als auch für die Schulungsflüge wetterunabhängig starten und landen zu können – ist den Gladbachern ebenso geblieben wie die bisherige Betriebserlaubnis.
Es hat zwar ein personelles Abspecken gegeben, doch der verbliebene Grund-Satz an möglichen Leistungen und Voraussetzungen für Flugbewegungen lässt sich sehen.
Das Thema Ausbau war kein Thema! Düsseldorf hat sich entschieden, Mönchengladbach attraktiver zu gestalten und die Möglichkeiten eines Verkehrslandeplatzes wie sie von vielen vergleichbaren Flughäfen angeboten werden, weiter zu unterstützen und für eine breite Bevölkerung attraktiver zu machen.
Einigkeit herrschte auch in der Meinung der Mitglieder, dass der Flughafen jetzt seine Chancen nutzen solle, um Geschäftsflieger nach MG zu holen und hierzu – wie auch von Blume vorstellbar – beispielsweise eine neue Halle vorzusehen. Das Potential zum Unterstellen von Maschinen ist in MG voll ausgenutzt. Das Interesse von Flugzeugeignern und Piloten sich nach MG zu orientieren ist aber weiterhin groß.
Blume betont aber auch, dass seitens Düsseldorf nicht vorgesehen sei, Business Aviation nach MG auszulagern. „Noch habe Düsseldorf ausreichend Platz der Nachfrage nachzukommen“.
Charterflüge mit hohem Passagieraufkommen werden die Mönchengladbacher nicht erwarten dürfen. Schulungsflüge und die zur Wartung ein- und abfliegenden Fluggeräte werden den Platz in erster Linie beleben. Aber auch die generelle Geschäfts- und Sportfliegerei ist hierbei nicht zu unterschätzen.
Der Förderverein sieht sich hier in der Pflicht. Attraktivitätssteigerung soll aus seiner Sicht bedeuten, weiteres Gewerbe auch im Umfeld, auch in den Nachbargemeinden anzusiedeln und mit interessanten Veranstaltungen rund um das Thema Fliegen am Mönchengladbacher Airport die Bürger für den Flughafen zu begeistern.
Die Mitgliederversammlung des Fördervereins signalisierte dem Vorstand grünes Licht für die vom Vorsitzenden der Geschäftsführung, Christoph Blume, angeregten Gespräche und für den geplanten Workshop zur gemeinsamen Planung von Veranstaltungen und Einzelmaßnahmen.
In diesem Zusammenhang betonte Blume seine volle Unterstützung für das JU52-Projekt, das der Förderverein auch im Rahmen seiner Möglichkeiten begleiten will.
Große Freude herrschte im Förderverein darüber, dass sich die Flugschule RWL und auch die RAS Rheinland Air Service GmbH zu einer Mitgliedschaft im Förderverein entschieden haben. Auch sie wollen die Ziele des Vereins, die regionalwirtschaftliche Bedeutung einer breiten Öffentlichkeit näher bringen und den Flughafen mittel-/langfristig zu einem gut funktionierenden Geschäftsflughafen am linken Niederrhein fördern.
Bei der abschließenden Rundfahrt über den Düsseldorfer Flughafen waren dann aber doch einige Träume laut zu hören. Stellplätze, die in Düsseldorf für Business Maschinen geplant und genehmigt werden sollen, könnten die Mönchengladbacher doch direkt anbieten...
Einhellige Meinung aber war, dass der Kontakt zum Mehrheitsgesellschafter nun in einer freundlichen Atmosphäre geschaffen und glaubwürdig spürbar sei, dass auch die Düsseldorfer bereit seien, im Rahmen der Möglichkeiten eine Menge für MG zu tun.
So bleibt der Spatz in der Hand. Und die Taube auf dem Dach kann erst einmal fliegen. Die Träume von einem Ausbau wollen sich die Gladbacher aber nicht nehmen lassen. Ihrer Ansicht nach spricht die wirtschaftlich Entwicklung, sprechen die steigenden Passagierzahlen und der rasant zunehmende Flugverkehr eine deutliche Sprache in Richtung Zukunft: MG bleibt – wenn auch noch im Hintergrund – eine gute Reserve in der Hinterhand für Düsseldorf, so die Vorsitzendes des Fördervereins
Ruth Witteler-Koch.
Mönchengladbach, im Juni 2011
Kontakt:
Förderverein Flughafen Mönchengladbach e.V.
Ruth Witteler-Koch
Telefon: 02161/82384-22, Fax: -23
presse(at)pro-airport-mg.de